Drei Wochen Spanien – Sonne, Schule und jede Menge neue Erfahrungen

Von Deutschland direkt nach Granada – dank des Erasmus-Programms durfte ich drei Wochen lang das spanische Schulleben kennenlernen. Und ja: Es war genauso spannend, chaotisch und lecker, wie man es sich vorstellt.

Schon am ersten Tag wurde klar: Schule in Spanien läuft ein bisschen anders. Der Unterricht begann später als bei uns, zwischendurch gab es längere Pausen als bei uns, die meistens auf dem Schulhof verbracht wurden – natürlich mit jeder Menge Gesprächen, Snacks und Sonne. Einmal haben wir sogar Churros in der Pause gegessen (es war ziemlich lecker).

Ich durfte verschiedene Fächer besuchen und bekam einen guten Eindruck davon, wie Unterricht in Spanien funktioniert. Besonders auffällig war die entspannte Beziehung zwischen Lehrkräften und Schülern. Alles wirkte lockerer und weniger streng als bei uns. Trotzdem wurde gearbeitet – meistens jedenfalls.

Da ich bereits vorher Spanisch gelernt hatte, konnte ich mich schon gut verständigen. Trotzdem half mir der tägliche Kontakt mit der Sprache enorm dabei, sicherer und flüssiger zu sprechen. Besonders cool war es, die Sprache nicht nur im Unterricht, sondern auch im Alltag anzuwenden – sei es in der Schule, beim Einkaufen oder bei Gesprächen mit meinen neuen Freunden.

Neben der Schule gab es auch viele tolle Ausflüge mit meiner Klasse. Besonders unvergesslich war ein Ausflug ans Meer, bei dem wir Kajak fahren, segeln und Stand-up-Paddling ausprobieren konnten. Spoiler: Es sah nicht bei allen so professionell aus. Außerdem besuchten wir eine große Messe, auf der die Schule eigene Projekte ausstellte. Dort konnte man viele kreative Ideen und spannende Präsentationen sehen.

Ein besonders wichtiger Teil meines Aufenthalts war meine Gastfamilie. Sie war unglaublich nett und hat dafür gesorgt, dass ich mich schnell wie zu Hause gefühlt habe. Auch mit meiner Austauschschülerin habe ich mich von Anfang an super verstanden – und das hat sich bis heute nicht geändert. Wir haben immer noch Kontakt, was den Austausch für mich noch besonderer macht.

Und Granada selbst? Einfach beeindruckend. Die Stadt verbindet Geschichte, Kultur und wunderschöne Landschaften. Besonders die berühmte Alhambra war ein absolutes Highlight. Zwischen engen Gassen, Straßenmusik und Tapas fühlte sich jeder Tag ein bisschen wie Urlaub an – nur eben mit Hausaufgaben.

Persönlich hat mich der Aufenthalt ziemlich verändert. Ich wurde selbstständiger, offener und habe gelernt, mich auch in neuen Situationen zurechtzufinden, wie zum Beispiel als nach dem Hinflug mein Koffer erst mal nicht da war. Zum Glück konnte ich mir etwas von meiner Austauschpartnerin leihen und nach drei Tagen war mein Koffer dann auch wieder bei mir. Drei Wochen ohne gewohnte Umgebung zeigen einem schnell, dass man mehr schaffen kann, als man denkt.

Mein Fazit: Erasmus ist viel mehr als nur ein Schüleraustausch. Es ist eine Mischung aus Abenteuer, Kulturschock, neuen Freundschaften und unvergesslichen Erfahrungen. Und ganz ehrlich: Ich würde sofort wieder den Koffer packen.