„In jedem Kind schlummert ein kleiner Artist, so eine Zirkuspädagogin, er muss nur gefördert werden und seine ganz eigenen Talente entdecken.“ Mit diesen Worten eröffnete Inge Pfitzinger-Miedel die Bewegungskünstegala des Werner-von-Siemens-Gymnasiums Weißenburg. Die Gala trug den Titel: Zirkus-gestern-heute-morgen. Zwei frisch gebackene Abiturienten, Roman Graber, in der Rolle des Zirkusdirektors und Julian Loy als sein Gehilfe, führten durch das Programm. Den Gästen in der vollbesetzten Landkreishalle wurden zwei Stunden atemberaubende Akrobatik, Stelzenlaufen, Tautrapez- und Vertikaltuchkunst, Hochtrapez- und Einradvorführungen geboten. Gut 60 Schülerinnen und Schüler wurden zu Zirkusartisten und sorgten für einen hochkarätigen Abend in der Manege. Für Inge Pfitzinger-Miedel, die die Bewegungskünstegala aus der Taufe hob, sollte an diesem Abend der letzte Vorhang fallen. Nach 28 Jahren, in denen die Sportlehrerin mehr als 1000 Bewegungskünstlerinnen und -künstler trainiert hat, gab sie die Staffel an ihre Tochter, Anne Eberle weiter. „Somit schließt sich der Kreis im Bewegungskünstezirkus von gestern-heute und morgen,“ sagte Schulleiter Wolfgang Vorliczky. „Inge Pfitzinger-Miedel steht für das Gestern und Heute. Anne Eberle für das Morgen“. Emotional war dieser Abend sowohl für Inge Pfitzinger-Miedel, weil sie nach fast drei Jahrzehnten die Manege verlässt, und für ihre Tochter, Anne Eberle, weil sie von Kindesbeinen an Mitglied der Bewegungskünstlerinnen war und nun dieses Projekt in die Zukunft führt. Bewegend war er auch für die Gäste, wie man dem begeisterten Schlussapplaus entnehmen konnte.

     

    Text: Anne Eberle

    Fotos: Simone Leidel

    Unter dem Motto „Die unendliche Geschichte“ zeigten über 70 Schülerinnen und Schüler bei der diesjährigen Bewegungskünste Gala verschiedenste kreative und artistische Darbietungen in der gut gefüllten Landkreishalle.